Territori

Der gardasee im osten und monte Baldo

Monte Baldo ist ein landschaftlich und naturwissenschaftlich faszinierendes Gebirgsmassiv. Es zeichnet sich durch eine stark vorspringende Nord-Süd gerichtete Kammlage von einer Länge von 42 km aus.

Der höchste Gipfel ist die Cima Valdritta mit 2218 m ü.d.M. Er stürzt mit senkrechten Kalkwänden nach Osten in das Etschtal herab, durch das sich der gleichnamige Fluss windet, und versinkt im Westen mit bewaldeten und schluchtreichen Abhängen in den Gardasee. Es handelt sich um eine Naturlandschaft, die zu den faszinierendsten der Alpen gehört, eine wunderschöne Terrasse mit Blick auf den Gardasee, die eine Rundumsicht gewährleistet und von unsagbarem Zauber ist.

Es ist aber auch ein Paradies für die Fauna und Flora und wird sogar als “Garten Europas“ bezeichnet: Aufgrund seiner besonderen geografischen Lage wurde es in der Tat während der Glazialzeit nie völlig überschwemmt. Folglich entwickelte es sich zu einem Zufluchts- und Differentiationsgebiet, in dem sich viele endemische Blumenarten entwickeln konnten (auf dem Baldo sind 43% aller Arten von Alpenblumen vorzufinden). 

Aber das östliche Seeufer, auch als Riviera der Olivenbäume bekannt, bietet eine Unmenge an Kultur, Geschichte und Traditionen an. Davon zeugen die romanischen Kirchen, die Scaliger-Schlösser, die Paläste venezianischer Epoche und die Befestigungen, die die Weiler im Hinterland beschützten. Ein Land großer Konflikte und historischer Schlachten, die mit Kostümen aus der damaligen Epoche neu inszeniert werden. Sie werden in den zahlreichen Museen mit ihrer Sammlung von Fragmenten geschildert und stehen im Mittelpunkt zahlreicher Events, die anlässlich des 100. Jahrestags des Ersten Weltkriegs stattfinden. Ein Aushängeschild dieses Gebiets sind auch die Weine wie der Bardolino DOC und der Valdadige Terra dei Forti DOC.

Für nähere Einzelheiten: www.lagodigardaveneto.comwww.baldolessinia.it

Die Gemeinden dieses Gebiets sind: Brentino Belluno, Brenzone, Caprino Veronese, Costermano, Ferrara di Monte Baldo, Malcesine, Rivoli Veronese, San Zeno di Montagna, Torri del Benaco.

Der gardasee im nordwesten und valle Sabbia

Der Bereich der LAG Garda Valle Sabbia trägt den Namen “Land zwischen zwei Seen“ und umfasst das gebirgige Gebiet zwischen dem nordwestlichen Teil des Gardasees und dem Idrosee.  

Das Gebiet des Nördlichen Gardasees gehört fast ganz zum Park Alto Garda Bresciano, einem Ort mit gegensätzlichen und faszinierenden Charakterzügen: vom milden und mediterranen Klima der Küste mit ihren Zitronen- und Olivenbäumen bis hin zu alpinen Landschaften und Höhenwinden mit atemberaubendem Panorama und einer außergewöhnlichen Artenvielfalt sowohl der Fauna als auch Flora. Es ist mit den auf den See überhängenden Felsen, den breiten Terrassen, den Wanderwegen und Panoramastraßen, die sich zwischen den Tälern schlängeln, den Bergen, den Wäldern und den Ortschaften des Hinterlands und der Küste eine bezaubernde Umgebung, die unzählig viele Freizeitmöglichkeiten bietet. Der Küstenstreifen ist ein international sehr bekanntes und geschätztes Urlaubsziel, das jedoch auch ”Kostbarkeiten” darbietet, die vom Massentourismus noch unentdeckt geblieben sind. Begibt man sich nur wenige Kilometer weiter in das Hinterland hinein, so befindet man sich plötzlich in einer anderen ländlichen, gebirgigen Dimension.

Für nähere Einzelheiten: www.cm-parcoaltogarda.bs.itwww.gal-gardavalsabbia.itwww.gardalombardia.com

Die Gemeinden dieses Gebiets sind: Gardone Riviera, Gargnano, Limone, Magasa, Salò, Tignale, Toscolano-Maderno, Tremosine, Valvestino. 

 

Valle Sabbia ist ein geschichtsreiches Tal, das die Poebene mit den Zentralostalpen verbindet und seit Urzeiten ein wichtiger Kommunikations- und Handelsweg darstellt. Es zeichnet sich durch den Fluss Chiese, der für das Leben und die Wirtschaft der Talebene eine große Bedeutung aufweist, und durch den ldrosee aus, einem zauberhaften Voralpenbecken 368 m ü.d.M., der von Tausendergipfeln umringt ist.

Valle Sabbia ist seit jeher ein exzellenter Produktionsstandort, erwähnenswert ist hier insbesondere die Stahlindustrie, und reich an archäologischen und industriegeschichtlichen Schätzen. Darüber hinaus hat es ein überraschendes Tourismuspotential in puncto Natur, Landschaft, Kunst und lokale Bräuche. Die Ortschaften, Weiler und Schönheiten der ländlichen Baukunst erzählen von der Geschichte der Bewohner und des Bewusstseins, in einer noch unberührten, grünen, wasser- und traditionsreichen Natur zu leben.

Für nähere Einzelheiten: http://vallesabbia.infowww.galgardavalsabbia.it

Die Gemeinden dieses Gebiets sind: Agnosine, Anfo*, Bagolino*, Barghe, Bione, Capovalle*, Casto*, Gavardo, Idro*, Lavenone*, Mura*, Odolo, Paitone, Pertica Bassa*, Pertica Alta*, Preseglie, Provaglio Valsabbia*, Roè Volciano, Sabbio Chiese, Serle, Treviso Bresciano*, Vestone*, Villanuova sul Clisi, Vobarno. 

* = Gemeinden der LAG Garda Valle Sabbia

 

Der gardasee im norden und valle di Ledro

Der nördliche Gardasee und das nahe gelegene Valle di Ledro bieten atemberaubende Ausblicke und zahlreiche Freizeitmöglichkeiten unter freiem Himmel, wobei jedoch auch Geschichts-, Kultur- und Gastronomieevents nicht zu kurz kommen.

Der Ledrosee ist einer der saubersten und schönsten Seen des Trentino und ideal zum Baden, Entspannen, Angeln sowie für Wassersport wie Segeln und Rudern; genauso bezaubernd ist auch der Tennosee, der für sein smaragdgrünes Gewässer berühmt ist. Dank eines gut ausgebauten Netzes von Wanderwegen des Alpenvereins CAI-SAT kann man zu Fuß die Berge des Valle di Ledro und des nördlichen Gardasees entdecken - auf anspruchsvollen und leichten Strecken, die vom Gardasee (65 m) bis hin zum Monte Cadria (2254 m) reichen.

Die beiden Gebiete sind mit ihren über 300 km langen Biketouren auf Waldwegen, Militärstraßen, Saumpfaden und Radwegen ein echtes Bikerparadies. Dabei werden wirklich alle zufrieden gestellt: sowohl die anspruchsvolleren Bikers, für die es wichtige An- und technische Abstiege gibt, als auch diejenigen, die das Fahrrad für eine angenehme Spazierfahrt mit der Familie wählen. Zu den empfehlenswerten Touren gehören neben dem Ring Garda-Sarca, der alle Gemeinden des Nördlichen Gardasees miteinander verbindet, ganz sicher die Strecke, die vom Ampolasee zum Monte Tremalzo führt. Hier stellt der Sport den wichtigsten Urlaubsgrund dar. Neben den bereits erwähnten Tätigkeiten sind Segeln und Windsurfing sowie die zahlreichen Steilhänge zu nennen, an denen die Climbers sich an den verschiedensten Disziplinen versuchen können.

Ledro steht auch für Geschichte, genauer gesagt für Urgeschichte. An den Ufern des Ledrosees sieht man noch die Überreste eines Pfahlbaudorfs aus der Bronzezeit, das kürzlich in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen wurde. Durch zahlreiche Gegenstände des alltäglichen Lebens, die den ersten Bevölkerungen am See gehörten und im Pfahlbaumuseum zu sehen sind, und die Reste des uralten Pfahlbaudorfes aus der Bronzezeit kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen und eine Reise in die Vergangenheit antreten, um zu sehen, wie man vor 4000 Jahren lebte. Die Zeugnisse von Valle di Ledro beschränken sich jedoch nicht nur auf die Urgeschichte, sondern auch auf den Dritten Unabhängigkeitskrieg und den Ersten Weltkrieg. Dies bezeugt das Garibaldi-Museum und das Ossarium mit seinen historisch und kulturell sehr kostbaren Dokumenten.

Der Nördliche Gardasee, an dem ein Urlaub die vielfältigsten Erlebnisse verspricht, fasziniert mit seiner Kunst und Architektur, seinen Zeugnissen einer antiken Geschichte und einer kunst- und kulturreichen Vergangenheit: die Rocca in Riva del Garda, derzeit Sitz des MAG (Museum des Nördlichen Gardasees), die Festungen aus dem Ersten Weltkrieg, die charakteristischen Altstädte (wie der mittelalterliche Weiler Canale di Tenno, der zu den schönsten Italiens gehört), die Burgen in Arco und Drena, aber nicht nur das! Darüber hinaus fördert das Klima die mittelmeertypische Vegetation mit Steineichen, Olivenbäumen und Zypressen und bietet eine echte Oase zu Füßen der Brenta-Dolomiten. 

Für nähere Einzelheiten: www.vallediledro.com; www.gardatrentino.it, www.altogardaeledro.tn.it

Die Gemeinden dieses Gebiets sind: Arco, Drena, Dro, Ledro, Nago-Torbole, Riva del Garda, Tenno.

Die moränenhügel des gardasees

Das Bezugsgebiet der LAG Moränenhügel Gardasee deckt sich mit dem Gebiet des Moränenamphitheaters des Gardasees, was den Teil in der Provinz Mantua anbelangt. Auf diesen Hügeln, die sich durch die Ablagerungen der pleistozänen Gletscher gebildet haben, werden heute Wein und Oliven angebaut.

Hier erlebt man Geschichte und Kultur und man kann in völliger Sicherheit auf kilometerlangen Radwegen am Ufer des Flusses Mincio entlangfahren oder den sanften Abhängen folgen. Die Wege sind besonders familienfreundlich. Die Eroberung des Territoriums war sehr mühsam und dauerte viele Jahrhunderte. Der Mensch musste eine widerspenstige und rebellische Natur zähmen, sozusagen vermenschlichen. Besonders die (relativ neue) Einführung der Bewässerungstechnik veränderte fast völlig den allgemeinen Charakter des Hügelgebiets, das somit auch während der trockenen Jahreszeit eine grüne und üppige Vegetation aufweist. Heute ist die Landschaft durch zahlreiche Wasserläufe gekennzeichnet. 

Das Gebiet stellt eine Schnittstelle zum Gardasee dar, zu dem es sowohl in der Produktion als auch wegen des intensiven, auch internationalen Tourismus eine wichtige Beziehung unterhält. Die ursprünglichen Merkmale der Hügel sind jedoch trotz der hohen Touristenzahl unversehrt erhalten geblieben und werden auch durch die Nähe zum Umweltsystem des Naturparks Mincio hervorgehoben. Eines der charakteristischsten Elemente ist die Zypresse, die die Kammlinie der Hügel markiert und sich vom Himmel isoliert abhebt oder kleine Kreise namens roccoli bildet, die einst für den Vogelfang genutzt wurden. In der Vergangenheit war der von der Familie Gonzaga eingeführte Mandelanbau relativ weit verbreitet. 

Heute zeugen davon noch große isolierte Exemplare. Auch der Pfirsichbaum, ein Überlebender einer Tradition aus der Vergangenheit, kennzeichnet das Panorama (insbesondere in den Gemeinden Solferino und Cavriana) und dient heute als Ergänzung des Betriebseinkommens. Die Önogastronomie gehört zweifelsohne zur Spitzenqualität dieses Gebiets: Hier produziert man neben DOC-Weinen eine typische Salamiwurst sowie hervorragende Schinken und einen Hartkäse, der nunmehr die Tafeln weltweit erobert hat: Grana Padano. Unter den hausgemachten Nudeln hebt sich der capunsèl des nördlichen Mantuagebiets hervor - eine von der Region Lombardei zertifizierte lokale Einzigartigkeit.

Auch die Süßwaren zeugen von der Umwandlung der Produkte dieser Volksküche: Da ist z.B. der knusprige Keks biscotto fragrante, der u.a. unter Zusatz von Zweikorn hergestellt wird, die berühmte Torta di San Biagio, ein Teig aus gemahlenen Mandeln, der von Cavriana aus das ganze Gebiet eroberte, und die ringförmige Spezialität aus Castiglione delle Stiviere Anello di San Luigi. 

Hinzu kommt, dass diese Orte voller Geschichte sind: Die Moränenhügel des Gardasees waren Schauplatz der Schlachten des italienischen Risorgimento, die den Weg für die Einheit Italiens ebneten: Erwähnenswert ist der 24. Juni 1859, an dem während des Zweiten Unabhängigkeitskriegs in Solferino und San Martino die blutigste Schlacht ausgetragen wurde, die sich für die Geschicke des Kriegs als ausschlaggebend erwies. Henry Dunant hatte die Idee, das Internationale Rote Kreuz zu gründen (ihm ist in Castiglione delle Stiviere ein in seiner Art einzigartiges Museum gewidmet), als er die Bemühungen der Bevölkerung sah, den Verletzten Hilfe zu leisten, ganz gleich, ob es sich um Freund oder Feind handelte.

Für nähere Einzelheiten: www.collinemoreniche.it; www.galcollinemorenichedelgarda.it

Die Gemeinden dieses Gebiets sind: Castiglione delle Stiviere, Cavriana, Monzambano, Ponti sul Mincio, Solferino, Volta Mantovana.

Der iseosee und Valtrompia

Das Territorium der LAG Gölem umfasst 27 Gemeinden, von denen 18 zur Gebirgsgemeinschaft Valle Trompia und 9 zur Gebirgsgemeinschaft Sebino Bresciano gehören. Dieses Gebiet stellt eine natürliche Verbindung zwischen Franciacorta und Vallecamonica dar. 

Es zeichnet sich durch seine extreme landschaftliche Vielfalt aus: In der Tat erstreckt sich diese Vielfalt von der typischen Seelandschaft der Ufer des Iseosees zu den Alpinmerkmalen des Gebirgshangs über dem See, bis hin zu dem hügeligeren Gebiet in Richtung Franciacorta, in eins der bedeutendsten Weinanbaugebiete der Lombardei. Das Wasser hat angesichts der positiven Umwelt- und Klimabedingungen bereits in der Urgeschichte die Anwesenheit des Menschen in diesem Gebiet begünstigt. Doch der Iseosee weist auch viele Fremdenverkehrsorte mit einem reichhaltigen Angebot an Unterkunftsmöglichkeiten sowie gastronomischen Traditionen auf.

Zu den Besonderheiten des Gebiets ist die Felskunst von Pisogne absolut erwähnenswert. Genau wie die Bewohner des Val Camonica hatten auch die antiken Völker auf dem Land von Pisogne die Gewohnheit, Figuren in die Felsen einzuritzen. Weiter südlich liegen an der Grenze zu Franciacorta mitten im hügeligen Grün die antiken Thermen von Ome (aus dem Jahr 1886).

Das imposante Profil des Monte Guglielmo stellt den Knotenpunkt zwischen dem Territorium des Iseosees und dem von Valtrompia dar. Es ist ein nicht unwegsamer Berg, ein beliebtes Wanderziel und eine Pilgerstätte mit einer Vielfalt an Umweltsituationen, die an die orographische Struktur, die geologische Natur, das geomorphologische Gefüge und die Klimabedingungen gebunden ist.

Das nördliche Valle Trompia weist eine lange Tradition in der Eisenverarbeitung auf, die heute dank der ”Eisen- und Bergwerkstraße” auf einer Reise in die Zeit und den Raum durch die Zeugnisse der produktiven Vergangenheit rückverfolgt werden kann: Die Stampfwerke, Öfen, Stollen und oberirdischen Anlagen der Bergwerke stellen die grundlegenden Etappen dieses Wegs dar. In diesem Gebiet gibt es auch zwei große naturwissenschaftliche Umweltparks: Parco del Mella und Parco delle Colline, an der Nordachse, die das Valle Trompia mit Brescia verbindet. 

Für nähere Einzelheiten: www.galgolem.org

Die Gemeinden dieses Gebiets sind: VALLE TROMPIA: Collio Valtrompia, Bovegno, Pezzaze, Marmentino, Irma, Tavernole sul Mella, Marcheno, Gardone Valtrompia, Sarezzo, Polaveno, Villa Carcina, Concesio, Nave, Bovezzo, Caino, Lodrino, Lumezzane, Brione. ISEOSEE IM OSTEN: Iseo, Marone, Monte Isola, Monticelli Brusati, Ome, Pisogne, Sale Marasino, Sulzano, Zone.

Der gardasee im osten und monte Baldo
Der gardasee im nordwesten und valle Sabbia
Der gardasee im norden und valle di Ledro
Die moränenhügel des gardasees
Der iseosee und Valtrompia